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Zuggründung

Historie

Es war ein wunderschöner Spätsommerabend im September 1961. Noch schwang die Erinnerung an die gerade vergangenen Schützenfesttage in den Seelen zehn junger Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren, als diese sich auf der Kegelbahn der Gesellschaft ´Erholung´ an der Erftstrasse trafen. An diesem Abend wurde nicht gekegelt, sondern die Schicksalsfrage nach der Gründung eines Zuges im Corps der Schützenlust erörtert und beantwortet. Keine alltägliche Angelegenheit! Zahlreich waren die Sondierungsgespräche im Vorfeld zu diesem Abend gewesen. Es gab viele Interessierte, Wagemutige, Begeisterte, aber auch Skeptiker, denn, wer passt zu wem, welche persönlichen Einstellungen und Erwartungen sind zumindest in der Richtung gleich? Es gab Sympathien und Antipathien, es gab Voten für eine Aufnahme von diesem und jenem, aber es gab auch warnende, ja abratende Stimmen mit der Aufforderung: ´Lott demm lever woangers mitmaache!´!

Einig war man sich nach heftigen Diskussionen, dass man zwar gerne die Tradition des Zuges ´Rollende Dötz´, in dem die Väter von P.W. Kallen, Egbert Bossmann und Klaus Schultz aktiv waren, weiterführen wolle, aber mit Eigenständigkeit und ohne Sponsoring. So kann man leicht nachvollziehen, dass die Versammlung schon manchen heißen Disput hinter sich hatte, als die zehn Übriggebliebenen über die Schicksalsfrage abstimmen sollten. Aber nach welchem Verfahren? Schon hier zeigte sich die Ureigenschaft der (späteren) ´Erfttrabante´: Individualismus bis an den Rand der Anarchie! Eine Verfahrensfrage kann man pragmatisch lösen, aber nicht, wenn es drei angehende Juristen - Rutger Watermann, Gregor Lorenz und Ulrich Sticker - gibt, die das Verfahren als solches und im Einzelfall trefflich und mit ausgefeilter Rabulistik zu problematisieren verstanden.

Als sich Mitternacht näherte und immer noch kein Abstimmungsverfahrensvorschlag konsensfähig war, löste der pragmatisch denkende Klaus Schultz das Problem auf seine Art: ´Entweder mer jrönde jetz de Zoch oder ich jonn no Huss!´. Das gab den überfälligen Kick. Es wurden Zettel verteilt, es wurde ein Ja oder Nein zur Auswahl gestellt, es wurde eingesammelt und gezählt: Zehn Ja-Stimmen!. Der Zug war gegründet.

Das erste ´Zoch, Zoch, hurra´ erklang.


Die ersten Jahre:

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